Zeche Zollverein

Tipp 1: Ruhrmuseum

Das Herzstück der gesamten Anlage befindet sich im Ruhrmuseum in der ehemaligen Kohlenwäscherei. Man gelangt über eine 58 Meter lange orangefarbene Rolltreppe ins Innere des Gebäudes. Hier wird dem Besucher auf insgesamt 8 Ebenen die Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebiets nähergebracht. Schwerpunkte sind Geologie sowie die Geschichte des Ruhrgebiets und typische Fotografien. Es wird hier viel mit interaktiven Elementen gearbeitet, so dass man sich in einem Kurzfilm die Ruhrgebietssprache erklären lassen kann oder an einer Sounddusche den Klang der A40 sowie über Geruchsstationen typische Düfte einer Pommesbude oder den Geruch der Emscher wahrnehmen kann. Auf dem Dach befindet sich eine Aussichtsplattform, von der man eine wundervolle Aussicht über das gesamte Gelände sowie über fast das ganze Ruhrgebiet hat. Der Eintritt ins Ruhrmuseum kostet 6 EUR. Gegen einen kleinen Aufpreis von 1 EUR kann auch die Ausstellung Portal der Industriekultur besichtigt werden, was wir absolut empfehlen können.

Tipp 2: Portal der Industriekultur / 360° Film

Direkt hinter dem Ticketschalter im Kohlenwäsche-Gebäude befindet sich ein Aufgang zum Portal der Industriekultur. Hier findet man auf großen Eisentafeln, die sich herunterziehenlassen, eine interaktive Dokumentation mit Bildern, Karten und Filmen über industrielle Sehenswürdigkeiten im gesamten Ruhrgebiet und deren Historie. Besonderes Highlight ist ein Imagefilm über den Ruhrpott in einem 360°-Kino.

Tipp 3: Werksschwimmbad Alte Kokerei

Mitten in der alten Kokerei – umgeben von den gigantischen alten Koksöfen – kann man in einzigartigem beeindruckendem Ambiente schwimmen. Das Werksschwimmbad wurde von den Frankfurter Künstlern Dirk Paschke und Daniel Milohnic entworfen und besteht aus zwei zusammengeschweißten Überseecontainern, die sich in einer Art Holzgestell befinden. Unterhalb des Schwimmbads kann man über kleine Guckfenster in das Innere des Pools blicken. Es lohnt sich also bei einem Besuch der Zeche Zollverein in den Sommermonaten Juli und August auch eine Badehose mitzunehmen. Zusätzliche Kosten fallen hier nicht an.

Tipp 4: Sonnenrad

Mit insgesamt 14 Gondeln kann man am Wochenende vom Sonnenrad eine einzigartige Aussicht über die Kokerei und das gesamte Gelände genießen. Das Rad bewegt sich von luftiger Höhe bis ins Innere der Koksofenbatterie 9, wo zu früheren Zeiten bei einer gigantischen Hitze Koks gebacken wurde. Eine Fahrt kostet 2,50 EUR.

Bilder zur Zeche Zollverein:

 

Entwicklungsgeschichte der Zeche Zollverein

Im Zeitraum der Jahre 1847 bis 1986 wurde in der Zeche Zollverein in Essen aktiv Steinkohle im Untertagebau gefördert und sie galt in ihrer bedeutendsten Phase als größte und wichtigste Steinkohleförderstätte Deutschlands. Gegründet wurde die Zeche vom Unternehmer Franz Haniel. Der Name Zollverein wurde von der Deutschen Freihandelszone abgeleitet und galt synonym für wirtschaftlichen Aufschwung. Im Zeitraum der 50er und 60er Jahre wurde die riesige Kokerei gebaut, in der täglich 10.000 Tonnen Kohle zu Koks veredelt wurden und die als modernste Kokerei Europas galt. Sie wurde noch bis zum Jahr 1993 aktiv genutzt. Nach der Stilllegung der Anlage wurde die Zeche Zollverein im Jahr 2000 unter Denkmalschutz gestellt und 2001 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen sowie in die Europäische Route der Industriekultur. Das Ruhrmuseum zog schließlich 2009 von Essen-Süd in die ehemaligen Räume der Kohlenwäsche in die Zeche Zollverein um.
Während der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010 war die Zeche das Herzstück und Austragungsort vieler kultureller Großevents wie zum Beispiel der offizielle Eröffnung der Europäischen Kulturhauptstadt.

Gelände der Zeche Zollverein

Das Gelände der Zeche Zollverein teilt sich in drei große Areale auf: die Kokerei, Schacht XII und Schacht 1/2/8. Das Herzstück der Anlage ist die Kohlenwäscherei im Bereich Schacht XII. Sie hat eine Abmessung von 91 Metern Länge, 31 Metern Breite, 45 Metern Höhe und beheimatet das Ruhrmuseum, das Portal der Industriekultur, eine Aussichtsplattform, den Denkmalpfad Zollverein sowie das Cafè Kohlenwäsche. Auf dem weiteren Gelände von befinden sich noch das red dot Design-Museum, einige Veranstaltungsräume, Ateliers, der eindrucksvolle Förderturm sowie das Casino Zollverein, in dem erlesene Speisen serviert werden. Es wird sogar ein Business-Lunch angeboten.

Kokerei mit Werksschwimmbad

Wenn man sich zum Areal der Kokerei bewegt, durchquert man einen kleinen Skulpturenwald, in dem sich ein Radwanderweg befindet. Hier befinden sich einige Kunstobjekte und viel Grün. Neben einem eindrucksvollen Riesenrad, das Sonnenrad genannt wird und sich durch die Kokerei bewegt, gibt es hier inmitten riesiger Industrieanlagen ein Werksschwimmbad, eine Eisbahn und einen Infopoint mit Cafè und Restaurant. Die Silhouetten der beiden ehemaligen Kühltürme sind noch als nachempfundene Stahlkonstruktionen erkennbar.


Größere Kartenansicht zur Zeche Zollverein

2 Gedanken zu “Zeche Zollverein

  • 6. April 2015 um 14:18
    Permalink

    Hallo,
    wir suchen eine Ausflugmöglichkeit, um mit einem Bus, ca. 50 Personen, eine Tagestour durchzuführen. Könnten Sie uns ein Angebot für die Besichtigung der Zeche und anschließenden Möglichkeiten eines Gastronomiebesuches (Essen, Trinken und nach Möglichkeit auch Tanz) für den 19.09.2015 zuschicken??

    Vielen Dank.

    Antwort
    • 6. April 2015 um 18:14
      Permalink

      Hallo Herr Thönnessen,
      bitte wenden Sie sich bei konkreten Buchungsanfragen direkt an die Zeche Zollverein unter info@zollverein.de oder per Telefon unter der Nummer 0201 24 68 10.
      Viele Grüße,
      Ihr Ausflugsziele-NRW-Team

      Antwort

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