Tagebau Garzweiler

Tipp 1: Tag der offenen Tür

Im Jahr 2015 bietet die RWE Power AG vier Führungen durch das Tagebaubergwerk Garzweiler an. Die Termine sind immer sonntags am 31. Mai, 12. Juli, 23. August und am 20. September. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Führung erfolgt per Bus. Genaue Termine werden in Tageszeitungen wie etwa dem Kölner Stadtanzeiger bekannt gegeben. Die Busse starten an der Tennishalle in Bedburg-Kaster zwischen 10 und 16 Uhr. An Bord der Busse sind Führer, die den Teilnehmern alles Wissenswerte über den Tagebau während einer etwa einstündigen Fahrt durch das Abbaugebiet erklären.

Tipp 2: Aussichtspunkte Garzweiler

Wer das Gebiet gerne auf eigene Faust erkunden möchte, kann am Aussichtspunkt Jüchen oder am Skywalk in Jackerath einen Blick in das riesige Braunkohleabbaugebiet werfen. Den Skywalk erreicht man über das Autobahndreieck Jackerath und selbiger Autobahnausfahrt (Nr.16). Von da ab ist er ausgeschildert und befindet sich in einer Sackgasse. Am Aussichtspunkt befinden sich ein kostenloser Parkplatz sowie einige Hinweisschilder. Einen weiteren Aussichtspunkt gibt es in Jüchen, von dem man den Nordflügel des Abbaugebiets sehen kann. Man erreicht diesen über die Autobahnausfahrt Grevenbroich (Nr.13) und biegt dann rechts in die Grubenrandstraße ab. Überdachte Bänke laden hier zu einem kleinen Picknick ein. Außerdem kann man zu Fuß in die Rekultivierungsflächen wandern.

Tipp 3: Kasterer See Wandergebiet

Um den Kasterer See befindet sich entlang der Mühlenerft eine etwa 8 Hektar große Waldfläche, die als Naherholungsgebiet genutzt wird. Es gibt hier viele Wanderwege zu Feuchtbiotopen, von denen man Wasservögel beobachten oder einfach nur bei einem Spaziergang die rekultivierte Landschaft bewundern kann.

Tipp 4: St. Petrus Alt-Königshoven

Als Erinnerung an den alten Ort Königshoven, der dem Braunkohletagebau weichen musste, wurde die alte Allhovener Kapelle St.Petrus nach altem Bauplan auf der Rekultivierungsfläche wieder aufgebaut.

Bilder zum Tagebau Garzweiler

Sekundärliteratur zum Tagebau Garzweiler

Geschichte zum Tagebau Garzweiler

Der Tagebau Garzweiler entstand im Jahr 1983, nachdem die Abbaugebiete Frimmersdorf-Süd und Frimmersdorf-West, die bereits seit 1960 existierten, zusammengelegt wurden. Das Gebiet erstreckt sich westlich von Grevenbroich bis zum Süden der Gemeinde Jüchen und bewegt sich westwärts. In über 180 Meter Tiefe lagern bis zu 1,3 Milliarde Tonnen Braunkohle, die vorraussichtlich bis 2045 abgebaut werden. Die Abbaufläche ist ca. 114 km² groß und die Betriebsfläche ist mit ihren 25 km² ungefähr so groß wie die Insel Norderney. Die Gesamtlänge der Bandanlagen beträgt etwa 86 km.

Aufgliederung des Braunkohle-Abbaugebietes

Das Abbaugebiet gliedert sich dabei in zwei Bereiche: in die eigentliche Förderzone, wo durch Braunkohle-Schaufelradbagger Material und Abraum gewonnen wird und in die Verkippungsseite, wo der Abraum durch Absetzer wieder verteilt wird. Beide Bereiche werden durch riesige Bandanlagen miteinander verbunden. Unter Abraum versteht man im Bergbau die restlichen Schichten, die das zu fördernde Material überlagern. Absetzer verteilen das durch die Schaufelradbagger abgetragene Material wieder in bereits ausgekohlte Bereiche des Tagebaus und füllt die Grube so wieder zu. Der Abraum wird somit wieder als Rekultivierungsfläche genutzt, auf der Luzerne und Pappeln gezüchtet werden, um eine möglichst natürliche Umgebung wieder herzustellen.

Weitertransport der Braunkohle

Terrassenförmig werden Abraum und Kohle in verschiedenen Ebenen, den sogenannten Sohlen, abgebaut. Sowohl Kohle und Abraum werden über Förderbänder an einen Sammelpunkt transportiert. Dort wird die Kohle entweder in einen Kohlebunker verfrachtet oder direkt in Eisenbahnwaggons weitertransportiert. Die Nord-Süd-Bahn ist die längste Eisenbahnstrecke außerhalb des Streckennetztes der Deutschen Bahn und verbindet das Tagebaugebiet mit Frimmersdorf im Norden und Hürth-Knapsack im Süden. Auch die Kraftwerke Niederaußem, Neurath, Frimmersdorf und Goldenberg sind per Bahn erreichbar.

Besonderheiten zum Tagebau Garzweiler

Die Schaufelradbagger sind die größten Arbeitsgeräte der Welt und besitzen mit einer Höhe von knapp 100 Metern, einer Länge von 240 Metern und einem Gewicht von 13.500 Tonnen ein gigantisches Erscheinungsbild. Wie alle Braunkohle-Abbaugebiete wandert auch der Tagebau Garzweiler. Das nächste geplante Abbaugebiet Garzweiler II überschneidet sich mit bereits besiedeltem Gebiet, weswegen ganze Ortschaften aufgegeben werden müssen. Die Dörfer Holz, Otzenrath, Borschemich, Spenrath und Pesch sind daher bereits abgerissen worden. Lützerath und Immerath sind bereits evakuiert. Welchen Einfluss der Braunkohletagebau auf Mensch und Kultur hat, kann man in unserem Blogbeitrag über die Geisterstadt Immerath nachlesen.

Größere Kartenansicht zum Tagebau Garzweiler

11 Gedanken zu “Tagebau Garzweiler

  • 27. Dezember 2012 um 22:03
    Permalink

    Sehr geehrte Damen und Herren!
    Ich bitte sie, mir die Termine für Führungen am Tag der offenen Tür für 2013 mitzuteilen.
    Bieten sie auch besondere Führungen für Schulklassen an? Ich interessiere mich für den Tagebau Garzweiler!
    Willi Bungartz

    Antwort
    • 17. April 2015 um 20:21
      Permalink

      Sehr geehrte Damen und Herren,
      Bitte teilen Sie mir die Besichtigungstermine für das Jahr 2015 mit.
      MfG
      Renate Schneider-Kirn

      Antwort
      • 20. April 2015 um 19:03
        Permalink

        Sehr geehrte Frau Schneider-Kirn,

        die Besichtigungstermine für das Jahr 2015 sind laut RWE:
        Sonntag, 31. Mai
        Sonntag, 12. Juli
        Sonntag, 23. August
        Sonntag, 20. September

        Wir hoffen, Ihnen damit weiterhelfen zu können.

        Viele Grüße,
        Ihr Ausflugsziele NRW-Team

        Antwort
  • 24. Februar 2013 um 19:13
    Permalink

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich plane für eine Seniorengruppe aus Süddeutschland im Juni d. J. ein mehrtägiges Köln-Programm, indas ich als Programm-Punkt auch den beeindruckenden rheinischen. Braunkohle-Tagebau einbauen möchte. Was können Sie mir als Führungsangebot für ca. 20 Personen empfehlen? An wen kann ich mich als kompetenten Ansprechpartner für die Planung wenden?

    Herzlichen Dank für Ihre Mühen und
    freundliche Grüße,

    Hartmut John

    Antwort
  • 26. Februar 2013 um 09:52
    Permalink

    Hallo Herr John,

    bitte wenden Sie sich diesbezüglich direkt an RWE über die o.g. Links.

    Viele Grüße,
    Ihr Ausflugsziele NRW-Team

    Antwort
  • 30. Dezember 2013 um 10:45
    Permalink

    Mich interessiert der Termin im Jahr 2014, wann für Garzweiler der „Tag der offenen Tür“ stattfinden wird. Ich bitte um kurze Mitteilung. Danke.

    Antwort
    • 10. April 2014 um 16:28
      Permalink

      Ich bitte Sie mir mitzuteilen wann 2014 der Tag der offenen Tür ist.

      Antwort
  • 3. Januar 2014 um 18:38
    Permalink

    Hallo Herr Meis,

    am besten setzen Sie sich hierzu mit dem Besucherdienst des RWE in Verbindung. Sie können ihn unter folgender Rufnummer erreichen: 0800 8833 830

    Beste Grüße,
    Ihr Ausflugsziele NRW-Team

    Antwort
  • 8. Februar 2014 um 14:42
    Permalink

    Hallo,
    ich bin Mitglied in einem Oldtimerclub und möchte mit meinen Clubmitglidern eine
    Besichtigung mit der angebotenen Busfahrt ab Bedburg Hau teilnehmen.
    Bitte teilen Sie mir die Termine für eine solche Besichtigung mit.

    Mit freundlichen Grüssen
    Günter Hauswirth

    Antwort
    • 11. Februar 2014 um 16:32
      Permalink

      Hallo Herr Hauswirth,

      die Busse fahren in der Regel am Tag der offenen Tür des RWE zum Tagebau. Da uns die Termine für 2014 noch nicht vorliegen, setzen Sie sich am besten hierzu mit dem Besucherdienst des RWE in Verbindung. Sie können ihn unter folgender Rufnummer erreichen: 0800 8833 830

      Beste Grüße,
      Ihr Ausflugsziele NRW-Team

      Antwort

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