Drachenfels

Tipp 1: Drachenfelsbahn zur Drachenfelsruine

Seit Juli 1883 befördert die Drachenfelsbahn Passagiere von der Talstation Königswinter bis zum Ausflugslokal oben an der Drachenfelsruine und ist somit die älteste Zahnradbahn Deutschlands. Die Strecke ist gut 1,5 Kilometer lang, hat etwa 220 Meter Höhenunterschied bei einer maximalen Steigung von 20% und besitzt eine Zwischenstation bei Schloss Drachenburg. Die Fahrten finden halbstündlich statt und kosten 10 Euro für Erwachsene inklusive Rückfahrt bzw. 8 Euro für eine einfache Fahrt. Kinder bis 13jährige zahlen 5,50 Euro bzw. 5 Euro. Es werden sogar Hochzeiten in der Drachenfelsbahn angeboten, nachdem man einen Termin mit dem Standesamt Königswinter gemacht hat. Die Fahrt mit der Drachenfelsbahn ist ansonsten vor allem für Kinder ein schönes Erlebnis und für Senioren aufgrund der hohen Steigung zu empfehlen. Sie zählt zum traditionellen Pflichtprogramm bei einem Besuch des Drachenfels.

Tipp 2: Schiffsrundfahrt auf dem Rhein bis Königswinter

Eine der traditionellen Ausflugsrouten ist eine kleine Schiffsrundfahrt auf dem Rhein von Köln oder Bonn bis nach Königswinter. Auf der Route von Köln passiert man viele Brücken, den Industriehafen Godorf sowie die beeindruckenden Chemiewerke in Wesseling. Ab Bonn hat man dann einen tollen Blick auf den Alten Zoll, den alten Bundestag, den Langen Eugen und den Post Tower Bonn, bevor man auf der rechtsrheinischen Seite das futuristische Kameha Grand Hotel und schließlich auf der linksrheinischen Seite die tollen Villen am Ufer von Bad Godesberg bewundern kann. Die Schifffahrtsgesellschaft Köln-Düsseldorfer bietet sogar Kombitickets inklusive Berg- und Talfahrt mit der Drachenfelsbahn an. Für das Kombiticket ab Köln zahlt man 29 EUR für die einfache Fahrt und 35 EUR mit Rückfahrt. Ab Bonn ist es mit 16 Euro bzw. 18 Euro etwas günstiger.

Tipp 3: Besichtigung von Schloss Drachenburg

Auf der Hälfte der Strecke der Drachenfelsbahn, zwischen der Talstation in Königswinter und der Endstation am Drachenfels, liegt Schloss Drachenburg, ein herrschaftliches Anwesen im neogotischen Baustil, dessen Grundstein im Jahr 1882 gelegt wurde. Der Eingang befindet sich in der Vorburg, wo es auch einen kleinen Museumsshop sowie ein Museum zur Geschichte des Naturschutzes gibt. Außerdem befindet sich rund um das Schloss ein idyllischer Schlosspark und man hat vom Turm des Schlosses einen traumhaften Ausblick auf Rhein und Umgebung. Ein neues Kombiticket beinhaltet die Berg- und Talfahrt der Drachenfelsbahn, einen Besuch der Nibelungenhalle sowie den Eintritt in Schloss Drachenbugr ohne Führung. Dieses Kombiticket kostet 16 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Kinder. Im Schloss finden zudem tolle Events wie Brunchen im Schloss, Weinproben, Konzerte, Vorträge, Geocaching oder sogar Nachtwanderungen sowie Gruselführungen statt. Einen kompletten Überblick liefert der Eventkalender. Einen ganz exklusiven Kurzurlaub auf Schloss Drachenburg kann man in einer bewohnbaren 80 m² mit WLAN, Echtholzparkett, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Badezimmer, Küche und Erkerzimmer mit Traumausblick auf das Rheintal genießen. Eine Woche kostet 1000 Euro, die Mindestmietzeit von zwei Tagen 400 Euro zzgl. Endreinigung von 50 Euro.

Tipp 4: Ausflugslokal mit Aussichtspunkt am Drachenfels

Hoch oben an der Endstation der Drachenfelsbahn befindet sich seit den 1930er Jahren ein Ausflugslokal mit Restaurant und Biergarten sowie der Aussichtspunkt Drachenfels auf der Ruine der alten Burg Drachenfels. Von dort hat man einen traumhaften Ausblick auf das Siebengebirge, den Rhein sowie auf die Insel Nonnenwerth, Bad Godesberg, Bonn und man kann bei guter Sicht sogar bis zum Kölner Dom blicken. 2012 wurde das Restaurant modernisiert und mit einem Glaskubus für spezielle Events erweitert. Im Biergarten bekommt man einfache Gerichte wie Currywurst, Bockwurst mit Kartoffelsalat und Getränke.

Tipp 5: Nibelungenhalle & Reptilienzoo

Zwischen Schloss Drachenburg und der Talstation der Drachenfelsbahn befindet sich die Nibelungenhalle mit dem Reptilienzoo. Sie wurde 1913 zu Ehren des 100. Geburtstags des Komponisten Richard Wagner errichtet und später mit einer Drachenhöhle erweitert. Um die Verbindung zur Sagenheldengestalt Siegfried herzustellen, welcher der Sage nach hier gegen den Drachen gekämpft haben soll, wurde 1958 der Reptilienzoo mit Panzerechsen, Schlangen, Krokodilen, Kaimanen und Alligatoren errichtet. Der Reptilienzoo ist vom 15. März bis 1. November täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 5 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder. Schüler und Studenten zahlen 4 Euro.

Bilder vom Drachenfels

 

Video zur Drachenfelsbahn Königswinter

Der Drachenfels – Europas meistbestiegener Berg

Romantisch im Siebengebirge in einer Höhe von 321 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, befindet sich der Drachenfels, der als meistbestiegener Berg Europas gilt. Viele Touristen aus Deutschland und den Niederlanden kommen täglich nach Königswinter mit Schiff, Bahn oder Auto, um mit der ältesten Zahnradbahn Deutschlands auf den sagenumwobenen Berg hinaufzufahren. Die große Beliebtheit des Drachenfels bei den Holländern, brachte ihm sogar den Titel „Höchster Berg Hollands“ ein. Die nostalgische und bequeme Drachenfelsbahnfahrt sowie die atemberaubende Aussicht auf das Rheintal und das Siebengebirge sorgte dafür, dass der Drachenfels zu den beliebtesten Ausflugszielen in ganz Nordrhein-Westfalen zählt. In den Jahren 2011 bis 2013 wurde die Drachenfels-Gaststätte renoviert und neu gestaltet. Der alte Betonbau aus den 1970er Jahren wurde abgerissen und durch einen Glaskubus ersetzt. Das neue Restaurant besitzt nun eine schöne Eventlocation mit Panoramablick sowie den alten traditionellen Biergarten, in dem man sich mit Getränken und einfachen Speisen wie Currywurst oder Bockwurst mit Kartoffelsalat stärken kann. Vom Restaurant führt ein kleiner Weg zur eigentlichen Burgruine des Bergfrieds hinauf, von wo der Panoramablick noch eindrucksvoller ist. Die Drachenfelsburganlage stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde während des dreißigjährigen Kriesges 1634 zerstört und seitdem nicht mehr aufgebaut. Der Name Drachenfels stammt vermutlich zum einen vom hier gewonnen Quarz-Trachyt und zum anderen von der Nibelungensage über Siegfried und den Drachen, der hier angeblich gehaust haben soll.

Die Drachenfelsbahn – Deutschlands älteste Zahnradbahn

Bereits im Jahre 1883 fuhr die erste Dampflokomotive der Drachenfelsbahn Touristen den Berg hinauf. Später im Jahr 1894, als Schloss Drachenburg fertiggestellt wurde, erhöhte sich die Attraktivität der Strecke mit der dortigen Zwischenstation. In den 1950er Jahren wurde die Bahn schließlich von Dampf- auf Elektrobetrieb umgerüstet. Eine der alten Dampfloks kann man seit 1968 als Denkmal vor der Talstation bestaunen. Diese wurde im Jahr 2005 zum Tourismusbahnhof umgebaut und es befinden sich seitdem neben einem Kiosk und zahlreichen Souvenirs auch eine Tourist Information mit einer kleinen Ausstellung über die Geschichte der Drachenfelsbahn sowie die Drachenfelsbahnwerkstatt, in die man über ein Glasfenster hineinschauen kann. Wenn man ein kleines Treppchen hinaufsteigt, kann man außerdem eine kleine Eisenbahnmodellbauanlage auf 22 m² bewundern, die eine komplette Nachbildung der Drachenfelsstrecke inklusive Berg- und Talstation sowie Modelle von Schloss Drachenburg und der Burgruine des Drachenfels enthält. Zu Ehren des 125jährigen Jubiläums der Drachenfelsbahn wurde im Juli 2008 vom Grafiker Lutz Menze eine Sonderbriefmarke herausgegeben.

Schloss Drachenburg – Das Märchenschloss mit Rheinpanorama

Das im neogotischen Stil 1884 errichtete Schloss Drachenburg wurde damals vom Bonner Freiherr Stephan von Sarter beauftragt, allerdings nie von ihm bewohnt. Es zählt zu den bedeutendsten Schlossbauten Deutschlands im 19. Jahrhundert. Nach dem Tod von Sarters befand sich das Schloss in ständigem Wandel. 1931 wurde es in eine katholische Internatsschule umgewandelt und nach deren Schließung im Winter 1941 in die Adolf-Hitler-Schule umgebaut, in der nationalsozialistische Führungskräfte ausgebildet werden sollten. Da es hier auch Gefechtsstellungen gab, wurde das Schlossgebäude während des Zweiten Weltkriegs durch Artillerie schwer beschädigt. Die riesige Kuppel und die wertvollen Buntglasfenster wurden zerstört und das Schloss schließlich von amerikanischen Truppen eingenommen. Einige Einschusslöcher kann man noch heute an der Westseite zum Rhein erkennen. In der Nachkriegszeit wurde Schloss Drachenburg von 1947 bis 1960 von der Deutschen Reichsbahnsdirektion Wuppertal als Pädagogische Reichsbahnzentralschule genutzt. Nach dem Weggang der Deutschen Bahn stand das Schloss jahrelang leer und verfiel immer mehr. Obdachlose fanden Unterschlupf und Plünderungen sowie Vandalismus sorgten fast für den vollständigen Abriss. Dies wurde 1971 durch Paul Spinat verhindert, der Schloss Drachenburg für 500.000 Deutsche Mark erwarb und seitdem mehrere Millionen Mark in den Wiederaufbau steckte. Seit 1973 ist es wieder der Öffentlichkeit zugänglich und es befindet sich seit 1986 unter Denkmalschutz.

Restaurierung der Kuppel und Neuanlegung des Schlossparks

Die vollständige Restaurierung, auch der großen Kuppel und der großen Eingangsreppe, für welche die beauftragten Restaurationsbetriebe den Peter Parler Preis bekamen, dauerte schließlich bis zum Jahr 2010. Im Jahr 2011 wurde schließlich die Mittelstation der Drachenfelsbahn neu gestaltet und der Schlosspark zählt seit seiner Neuanlegung zur Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas. Nach der Neurestaurierung wurde das gesamte Tourismuskonzept von Schloss Drachenburg überarbeitet und es werden seitdem neben Hochzeiten, Tagungen, Firmen- und Familienfeiern auch viele touristische Veranstaltungen wie Nachtwanderungen, Konzerte, Vorlesungen, gastronomische Events sowie Erlebnisführungen, wie zum Beispiel Geisterstunde auf Schloss Drachenburg, angeboten. Zudem bietet ein exklusiver Urlaub auf Schloss Drachenburg einen unvergesslichen Aufenthalt in einmaligem Ambiente mit Nutzung einer herrschaftlichen Wohnung von 80 m² mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Badezimmer und einem Erker-Zimmer mit einer traumhaften Aussicht auf das Rheintal. Ein kostenloser Einkaufsservice sowie kostenloses WLAN ist für 200 Euro pro Tag und einer Mindestmietzeit von zwei Tagen inklusive. Ein Aufenthalt für eine Woche kostet 1.000 Euro. Haustiere sind allerdings nicht erlaubt.

Die Nibelungenhalle mit Reptilienzoo

Im Juni 1913 entstand auf halber Höhe zum Drachenfels zum 100.Geburtstag des berühmten Komponisten Richard Wagner die Nibelungenhalle als Gemäldemuseum und Erinnerungshalle. Die Gemälde erzählen von den Nibelungen mit den Themen Rheingold, Walhalla oder Freyas Garten. Auch die Walküre, die Schlafende Brünhilde und Siegfried mit dem Drachenkampf werden in den Gemälden thematisiert, genauso wie die Götterdämmerung und Siegfrieds Tod. Die Halle wurde schließlich im Jahr 1933 zum 50.Todestag Wagners mit einer Drachenhöhle erweitert. Der Drache Fafner, der sich am urzeitlichen Molchsaurier orientiert, wurde aus Stein vom Künstler Franz-Josef Krings entworfen. Er ist 13 Meter lang und liegt hinter einem Teich, in dem sich Teichmolche befinden. Der Reptilienzoo ist schließlich die letzte Erweiterung der Nibelungenhalle. Hier befinden sich seit 1958 zwei Mississippi-Alligatoren, 12 Krokodile und 60 Schlangen wie Anakondas, Pythons oder Boas.

Ein Gedanke zu “Drachenfels

  • 28. Oktober 2013 um 08:58
    Permalink

    Es war am Samstag ein wunderschöner Tag auf dem Drachenfels ,eine wahnsinnig schöne Aussicht ,war das erste mal da und bestimmt nicht das letzte,leider habe ich meine 8m lange Hundeleine liegengelassen vieleicht !

    Antwort

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