Palais Schaumburg

Ausflugtipps zum Palais Schaumburg Bonn

Tipp 1 zum Palais Schaumburg:
Tag der offenen Tür

Zu besonderen Gelegenheiten wie beim Tag der offenen Tür oder zum Deutschlandfest bietet sich eine besondere Gelegenheit, das Palais auch in Kombination mit der Villa Hammerschmidt und dem Kanzler-Bungalow zu besichtigen. Es ist hier ratsam wegen des großen Andrangs das Gelände relativ früh zu besuchen, um lange Warteschlange bei der Einlasskontrolle zu verhindern.

Tipp 2 zum Palais Schaumburg:
Oganisierte Führung

Das Haus der Geschichte Bonn bietet organisierte Führungen durch das Palais Schaumburg jeden Sonntag ab 12 Uhr an. Es ist dazu jedoch eine rechtzeitige telefonische Anmeldung mindestens 10 Tage vor der Führung notwendig. Vor Einlass findet eine Sicherheitsüberprüfung inkl. Kontrolle des Personalausweises statt.

Tipp 3 zum Palais Schaumburg:
Historisches Parkgelände

Der Park rund um das Palais Schaumburg umfasst ca. zehn Hektar, ist mit dem der Villa Hammerschmidt verbunden und lädt zu einem Spaziergang mit teilweise schöner Sicht auf den Rhein ein. Seit 1963 wurde hier zur Erinnerung an jede Amtszeit eines Bundeskanzlers ein Baum gepflanzt: Für Konrad Adenauer ein Blauglockenbaum, für Ludwig Erhard ein Mammutbaum, für Kurt-Georg Kiesinger ein Spitzahorn, für Helmut Schmidt eine Trauerweide, für Willy Brandt ein Ginkgo, für Helmut Kohl eine Rotbuche und für Gerhard Schröder eine Eiche.

Tipp 4 zum Palais Schaumburg:
Schreibtisch Konrad Adenauers

Im ersten Stock des Gebäudes kann man den alten Schreibtisch Adenauers besichtigen, wo sich auch noch seine alte Aktentasche befindet. Adenauers Aktentasche sah schon zu seinen Amtszeiten für einen Staatsmann relativ schäbig aus, zumal er sie insgesamt 20 Jahre lang nutzte. Er ließ es jedoch nicht zu, dass sie durch eine neuwertige ausgetauscht wurde. Dies ist zum einen damit zu begründen, da sie ihm von einem engen Freund geschenkt wurde und er zum anderen immer ein Argument für klamme Kassen hatte.

 

Das Palais Schaumburg ist Bestandteil des Bonner Lehrpfads Weg der Demokratie und heutiger Bonner Dienstsitz der Bundeskanzlerin. Es wurde zuerst als Villa eines Millionärs genutzt, bevor es 1890 durch den Prinz Adolf zu Schaumburg-Lippe erworben wurde, und somit seinen jetzigen Namen erhielt. In der NS-Zeit wurde es dann zum Soldatenquartier umfunktioniert. Im November 1949 entschloss sich schließlich der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer dazu, das Gebäude zu beziehen, nachdem sich einige Monate zuvor sein provisorischer Dienstsitz im Museum König befand.

Der Düsseldorfer Architekt Hans Schwippert wurde mit den Renovierungs- und Umbauarbeiten beauftragt. Seine Visionen gefielen Adenauer allerdings überhaupt nicht. Ein Dorn im Auge war ihm vor allem der neu ergänzte überdachte Eingangsbereich, der seinen Worten zufolge stark an ein Tankstellendach erinnere. Auch der neue Treppenaufgang missfiel ihm so sehr, dass er die neue Treppe nie nutzte und stattdessen einen Umweg innerhalb des Gebäudes in Kauf nahm. Sein Arbeitszimmer ließ Adenauer ganz nach seinem Geschmack mit stilvollen Möbeln aus dem Kölner Möbelhaus Pesch, zahlreichen Uhren sowie Landschaftsbildern aus dem 17./18.Jahrhundert gestalten. Die teilweise notdürftig geflickten Parkettböden ächzten teilweise so laut, dass Adenauer jeden Tag eine zweistündige Mittagsruhe anordnete, in der sich nicht auf dem Parkettboden bewegt werden durfte.


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