Ausflugstipps zum Aachener Dom
Tipp 1 zum Aachener Dom:
Karlsschrein
Im Zentrum des Aachener Doms befindet sich ein goldener prunkvoller Schrein, in dem die Reliquien des bedeutenden deutschen Kaiser Karl der Große aufbewahrt werden. Der sogenannte Karlsschrein wurde von Aachener Goldschmieden im 13. Jahrhundert hergestellt. Er erinnert an den Dreikönigsschrein im Kölner Dom, hat die Form eines Kirchenschiffs ohne Querschiff und ist ca. 2 Meter lang. am Schrein befindet sich vergoldetes Silber, Kupfer, Edelsteine und Emaille. Auf der vorderen Giebelfront sieht man Karl den Großen auf seinem Thron gemeinsam mit Papst Leo III. und Erzbischof Turpin von Reims. Auf der Rückseite befindet sich einen Madonnenfigur mit Christus und den Erzengeln Gabriel und Michael.
Tipp 2 zum Aachener Dom:
Domschatzkammer
Führungen durch die eindrucksvolle, 600qm große Domschatzkammer dauern ca. 45 Minuten und sind für Gruppen nur auf Vorbuchung möglich. Einzelpersonen zahlen 6,50 EUR, Schüler nur 4,50 EUR. Es ist auch eine kombinierte Domführung mit Domschatzkammer möglich. Diese dauert 90 Minuten, kostet 9 EUR pro Person bzw. 5 EUR für Schüler, und muss ebenfalls vorher reserviert werden. Selbstverständlich kann man die Domschatzkammer auch ohne Führer auf eigene Faust erkunden. Hier kostet der Eintritt nur 5 EUR bzw. 3,50 EUR für Schüler. Alle Tickets sind nur an der Dominformation gegenüber der Domschatzkammer erhältlich. Die Öffnungszeiten von Januar bis März sind montags von 10 bis 13 Uhr bzw. DI – SO von 10 bis 17 Uhr. Von April bis Dezember monags von 10 bis 13 Uhr bzw. DI – SO von 10 bis 18 Uhr.
Tipp 3 zum Kölner Dom:
Marienschrein
Neben dem Karlsschrein ist der Marienschrein eine ebenso eindrucksvolle Erscheinung im Aachener Dom. Er wurde ebenfalls im 13. Jahrhundert von Aachener Goldschmieden gefertigt und ist somit einer Übergangszeit von Romanik zu Gotik zuzuordnen. Im Marienschrein werden einige Aachener Reliquien aufbewahrt, wie z.B. das Lendentuch Jesu, das Kleid Marias sowie das Enthauptungstuch Johannes des Täufers. Ebenfalls ist ein geheimnisvolles Kästchen aus vergoldetem Silber mit dem Namen Noli me tangere, was so viel bedeutet wie Rühr mich nicht an.
Tipp 4 zum Aachener Dom:
Turmbesteigung
Leider ist es nicht immer möglich, aber zu ausgewählten Terminen kann man an einer Turmbesteigung des Aachener Doms teilnehmen. Genaue Informationen befinden sich auf der offiziellen Homepage des Aachener Doms. Diese seltene Gelegenheit sollte man sich nicht entgehen lassen. Denn von hier hat man einen tollen Blick über die Aachener Innenstadt und auf das Rathaus.
Der Aachener Dom fand 1978 als allererstes deutsches Bauwerk und Denkmal Einzug in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Eine seiner Besonderheiten ist das im Zentrum der Kirche gelegene Oktagon, oder auch Pfalzkapelle genannt. Es handelt sich um einen hohen, achteckigen Raum, der stark an die Sakralbauten im italienischen Ravenna erinnert und tatsächlich nach byzantinischen Vorbildern erbaut wurde. Ebenfalls sind Parallelen zu Sankt Gereon in Köln zu verzeichnen, zumal einige Säulen daher stammen. Einige weitere Bauteile wurden aus Rom und Ravenna auf Befehl von Karl dem Großen nach Aachen geschafft. 200 Jahre lang war die Pfalzkapelle die größte Kapelle nördlich der Alpen. Besonders eindrucksvoll ist das Mosaik in er Kuppel, das Christus, der von den vier Evangelisten umgeben ist, als Herrscher über die Welt darstellt. Es wurde vom belgischen Künstler Jean Baptiste de Béthune Ende des 19. Jahrhunderts geschaffen.
Die bedeutendsten Reliquien im Aachener Dom werden im Karlsschrein und im Marienschrein aufbewahrt. Im Karlsschrein befinden sich die Überreste des wahrscheinlich bekanntesten deutschen Kaisers Karl des Großen. Er wurde von Kaiser Friedrich II. in Auftrag gegeben und ist neben dem Marienschrein das bedeutendste Schmiedekunstwerk Aachens. Eine anthropologische Untersuchung gegen Ende des 19. Jahrhunderts bestätigte die Echtheit der Karlsreliquien und fand zusätzlich heraus, dass er mit einer Körperlänge von 2,04 m ein sehr großer Mann gewesen sein muss.
Der Marienschrein besteht im Gegensatz zum Karlsschrein aus einem Kirchenschiff samt Querhaus. Es befinden sich zahlreiche vergoldeten Figuren, die die zwölf Apostel darstellen. Auf den Frontseiten sind Christus, die Jungfrau Maria, Papst Leo III. sowie Karl der Große zu finden. Der Schrein ist mit einem besonders kunstvollem Schloss verschlossen, das mit Blei versiegelt wurde. Der dazu gehörende Schlüssel wurde zersägt. Der Kopf des Schlüssels erhielt das Domkapitel, der untere Teil wurde dem Stadtobersten gegeben. Um das Schloss wieder zu öffnen wird zu Begin jeder heiligen Wallfahrt das Schloss zerschlagen, um den Marienschrein erneut zu öffnen. Die sogenannte Aachener Heiligtumsfahrt findet seit dem Jahr 1238 statt und zieht Gläubige an, die die Reliquien des Aachener Doms bestaunen möchten. Die letzte Wallfahrt fand 2007 statt.
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